"'Ich bleibe also Jude…'
Franz Rosenzweig und Kassel"

 

01.03. - 17.05.2013

 

Anlässlich der Woche der Brüderlichkeit und der Verleihung der Buber-Rosenzweig-Medaille in Kassel zeigt das Stadtmuseum eine Ausstellung über den bedeutenden jüdischen Religionsphilosophen Franz Rosenzweig (1886-1929).

Rosenzweig, in Kassel geboren und aufgewachsen, entstammt dem liberalen jüdischen Milieu. Er war der Sohn des Unternehmers Georg Rosenzweig (1867-1918), der wegen seines bürgerschaftlichen Engagements hohes Ansehen genoss.
Ebenso wie Rosenzweig waren auch viele seiner Freunde und Verwandten Nachfahren emanzipierter Juden, von denen sich nicht wenige vor dem 1. Weltkrieg von ihrer Familientradition zu lösen suchten.

Im sogenannten Leipziger Nachtgespräch am 7.7.1913 hatten seine Gesprächspartner ihn schon fast vom Sinn einer Konversion überzeugt. Nach kurzer Verunsicherung teilte er ihnen aber schriftlich mit: "Ich bleibe also Jude". Daraufhin wandte er sich wieder bewusst dem jüdischen Glauben zu.

 

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